our children

14 Apr

als ich vor kurzem einen artikel über die bösesten frauen der geschichte las, wollte sich meine gänsehaut nicht mehr zurückziehen; trotzdem konnte ich nicht aufhören, weiterzublättern. eine dieser frauen, eine britin im 19. jahrhundert, tötete 21 ihrer familienmitglieder, um lebensversicherungen zu kassieren. unter den toten: ein paar ehemänner, ihre eigene mutter und auch einige ihrer kinder. eine geschichte, die ich nicht glauben wollte, die aber stimmte. wenn auch nicht ganz vergleichbar, fiel mir beim lesen der film our children ein, den ich vor einigen monaten gesehen habe. ich erinnere mich noch genau, wie niedergeschlagen er mich damals zurückgelassen hat. dabei hatte das  foto auf dem dvd-cover auf einen netten familienfilm schließen lassen, sodass ich sogar darauf verzichtete, die inhaltsangabe zu lesen.

t1

der gebürtige marokkaner mounir wurde vom wohlhabenden arzt andré in frankreich großgezogen. als er seine junge und lebensfrohe freundin murielle heiratet, beschließen die beiden, bei mounirs ziehvater zu leben.
als murielle ihr erstes kind bekommt, kann sie dank seiner unterstützung weiterhin als lehrerin arbeiten. schon bald kommt baby nummer zwei und es dauert nicht lange, bis auch baby nummer drei da ist.  ausgerechnet jetzt, wo die jungen eltern kaum zeit zum luftholen haben, gerät mounir auch noch in eine identitätskrise und will mit seiner familie nach marokko auswandern. dann wird murielle erneut schwanger.
von arbeit, familie, verantwortung und dem andauernden stress völlig überfordert, fällt murielle in ein tiefes loch und wird von tag zu tag depressiver. geplagt von angstzuständen und panikattacken, sieht sie keinen ausweg mehr und begeht eine wahnsinnstat…
viel stress mit viel kindergeschrei. das versetzt selbst eine resistente zuseherin in vollstress.  mehrmals habe ich mich gefragt, warum so viele kinder in so kurzer zeit? warum das ganze, wenn es nicht zufrieden macht? aber es geht hier natürlich nicht nur ums kinderkriegen und ums überfordert sein, sondern, es geht um die konsequenzen einer unterschätzten und unbehandelten depression. der film deprimiert. deshalb keine empfehlung.

the world is yours,

b.

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One Response to “our children”

  1. HomeMovieCorner April 15, 2015 at 04:28 #

    Oh danke. Den Film schaue ich mir sicher nicht an. Es gab eine Zeit, da hätte ich ihn mir vielleicht angeschaut. Aber jetzt nicht.

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