erinnerungen

22 Feb

meine angst vor psycho- und mysterythrillern hat sich schon in  jugendjahren breitgemacht. nach shining und wenn die gondeln trauer tragen war für mich schluss damit, bis ich mich, eine ganze weile später, an the sixth sense heranwagte, um endgültig festzustellen, dass meine nerven nicht stark genug für solche filme sind. ich höre geräusche, wo keine sind, kann auch nach ende des films schwer abschalten und schlafe schlecht.  die tricks der studios wirken  bei mir definitiv.

doch zeiten ändern sich. ich habe wieder mut gefasst und mir einen solchen film angesehen: mindscape.

die geschichte: anna befindet sich in hungerstreik, um sich gegen den von ihren eltern auferlegten hausarrest zu wehren. da sich die 16jährige schon seit der kindheit sonderbar verhält, befürchtet ihre mutter, sie könnte eine gefahr für sich und andere darstellen.
um herauszufinden, ob anna soziopathin ist oder aber ein trauma aus kindertagen in sich trägt, wird erinnerungsdedektiv john engagiert. dieser hat die fährigkeit, in die erinnerungen der menschen einzudringen und gemeinsam mit ihnen in deren vergangenheit zu reisen, wo er die einstigen geschehnisse rekonstruiert und anlysiert.
dabei ist john selber ein gebrochener mann und hat mit einem eigenen trauma zu kämpfen.

xxxerst vor kurzem hat mir jemand von der rückführung in seine kindheit erzählt, um eine gewisse sache von damals zu klären, was anscheinend auch funktioniert hat. auch in mindscape geht es um solche rückführungen, jedoch verbunden mit manipulation. und das kann sehr gefährlich werden…

engelsgesicht taissa farmiga als anna überzeugt und hebt sich hier von vielen austauschbaren hollywood-newcomern ab. mark strong als john ist auch nicht schlecht in seiner ersten hauptrolle.

den debutfilm des spanischen regisseurs jorge dorado würde ich als gelungen bezeichen. es ist ein eher ruhiger film mit wenig action, der selten gänsehaut erzeugt, dafür aber viel spannung bietet. mich hat der film bis zum schluss gefesselt, doch kann ich mir vorstellen, dass er zu harmlos für wahre mystery-anhänger ist. für mich war er jedenfalls der ideale wiedereinstieg in das genre und somit ein glücksfall.

bevor ich mich verabschiede, möchte ich noch laut darüber nachdenken, welcher film heute nacht den oscar als besten fremdsprachigen film erhalten wird. ich denke, es wird ida werden, wobei ich glaube, dass  timbuktu aus gegebenem anlass ebenfalls sehr gute chancen hat. bis heute ist mir unverständlich, wie der türkische film winterschlaf nicht einmal in die engere wahl kommen konnte. eine politische entscheidung?

the world is yours,

b.

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