bronson

7 Feb

eine entdeckung in der videothek, die sich absolut ausgezahlt hat: bronson mit tom hardy.

erzählt wird die auf wahre begebenheiten beruhende geschichte vom bekanntesten häftling großbritanniens, michael peterson.
der film beginnt und endet im gefängnis. in einer kurzen rückblende sehen wir seine anfänge; wie er 1952 in eine durchaus liebevolle und intakte familie reingeboren wird und wie sich sein aggressives verhalten in den schuljahren bemerkbar macht. etwas später, während seiner kurzen karriere als boxer, ändert er seinen namen auf charles bronson.
mit 22, bereits verheiratet und vater eines sohnes, überfällt er ein postamt, wird geschnappt und wandert für sieben jahre ins gefängnis. sein alltag dort besteht aus provokationen, prügeleien und geiselnahmen. weder mithäftlinge, noch gefängniswärter sind vor ihm sicher. er sitzt ganz lieb auf seinem platz, um in der nächsten sekunde  jemandem an die gurgel zu springen, wobei es nie sein ziel ist, jemanden zu töten, sondern, er sucht die konfrontation.

seine haftstrafe wird immer wieder verlängert, schließlich sitzt er 34 jahre ein, 30 davon in isolationshaft.

1im gefängnis entdeckt er seine künstlerische seite, schreibt gedichte, entwirft kunstwerke, malt und zeichnet, was ihn aber nicht davon abhält, auch seinen kunstlehrer als geisel zu nehmen. er veröffentlicht mehrere bücher, darunter ein buch über fitness auf engstem raum, einen ratgeber für knastbrüder und seine memoiren.

hardy zählt für mich zu den außergewöhnlichsten und überzeugendsten schauspieler unserer zeit. in form von theatralisch übertriebenen inneren monologen zeigt er hier die seelenlandschaft und das spektrum der emotionen dieses menschen: seine zerrissenheit, seine wut, seine gewaltbereitschaft und auch seine sympatische und manchmal kindliche seite. die summe aus all dem beschreibt das, was wir genie und wahnsinn nennen.

der grund für seine extemen aggressionen bleibt am ende offen. ich denke, dass sie angeboren sein müssen, wodurch sich für mich bestätigt, dass nicht immer elternhaus und soziales umfeld schuld am fehlverhalten eines menschen sein müssen. andererseits musste ich mich doch auch fragen, ob er nicht opfer eines systems geworden ist.

bronson hat seinen namen 2014 mit den worten bronson ist gestorben abgelegt und sitzt immer noch im gefängnis.

ein interessanter film über ein leben geprägt von prügeln und geprügelt werden.

the world is yours,

b.

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