liebe, hoffnung

24 Mar

wenn ich mich wieder einmal mit problemen beschäftige, die eigentlich nicht der rede wert wären … ich mich von dingen runter ziehen lasse, die sich ändern ließen…
ich mir wieder und wieder gedanken um die zukunft mache und die inneren monologe überhand gewinnen…
dann holt mich zwischendurch ein film wie metro manila zurück auf den boden der realität und macht mir bewusst, was für ein schönes leben ich habe.

die geschichte: das ehepaar oscar und mai zieht in der hoffnung auf ein besseres leben mit ihren zwei kindern von einem kleinen philippinischen dorf in die hauptstadt manila. schon in den ersten minuten sind sie von der hektik und der anonymität der großstadt überfordert. doch glück im unglück, sie werden von einem freundlichen mann angesprochen, der ihnen ein günstiges zimmer vermittelt. gleich am nächsten morgen macht sich oscar auf die suche nach arbeit.

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als er am abend nach hause kommt, sitzt seine familie auf der straße, denn das zimmer, das sie gemietet haben, gehörte gar nicht dem freundlichen mann. dann nimmt alles seinen lauf. oscar findet arbeit bei einer geldtransportfirma. ein lebensgefährlicher job für wenig geld, aber besser als nichts. mai findet einen job als stripperin in einem nachtklub.

das neue leben ist hart, sehr hart für das paar, doch sie ertragen alles, denn sie lieben sich und sie möchten es schaffen. wäre da nur nicht die brutalität dieser stadt, die sie in ihren sog zieht…

nun, dass metro manila kein film ist, bei dem ich mir zwei nette stunden im kinosaal machen würde, war mir von anfang an klar. blut, angst, tränen, verrat aber auch hoffnung- alles vorhanden in diesem film, der von der suche nach einem besseren leben in einer großstadt handelt, die ihre neuen bewohner bei gott nicht freundlich aufnimmt.

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regisseur sean ellis ging dieses jahr mit diesem film für großbritannien ins oscar-rennen,  kam aber nicht in die engere wahl.

warum dreht ein brite einen film auf den philippinen? fragte ich ihn, did you live there? no, weder hatte er je dort gelebt, noch kannte er das land besonders gut. es hatte ihn einfach nur interessiert, dort zu drehen. und überhaupt, sagte er, wolle er in zukunft jeden seiner filme in einem anderen land drehen, weil ihn jedes land und jede kultur interessiere. bemerkenswert, dachte ich mir und schlug ihm auch gleich zwei länder für seine nächsten zwei filme vor: österreich und türkei.
er war schon in beiden ländern gewesen und über die türkei wusste er besonders viel; so erzählte er mir unter anderem ausgiebig von vlad dem dritten, auch bekannt als vlad der pfähler, der durch seinen widerstand gegen das osmanische reich und dessen expansion auf dem balkan bekannt wurde. ein historiker hätte diese geschichten nicht schöner erzählen können – mir, einer gebürtigen türkin, die rein gar nichts über diese geschehnisse im 15. jahrhundert wusste. eben dieser vlad soll bram stoker im jahr 1897 bei der schaffung der figur dracula, des berühmtesten vampirs der literaturgeschichte, inspiriert haben. sicher ist man sich aber nicht.

metro manila – ein film, den die welt braucht.

the world is yours,

b.

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