apfelstrudel

7 Jan

gute nacht aus ankara.

seit etwa drei wochen habe ich keinen film gesehen,  dafür aber täglich mindestens eine stunde lang gezappt – bis ich gestern abend endlich bei einem film hängen geblieben bin, den ich schon lange nicht gesehen hatte: baby boom aus dem jahr 1987.

darin spielt diane keaton eine new yorker karrierefrau, die nach dem unfall einer entfernten verwandten deren einjähriges kind erbt. anfangs sträubt sie sich dagegen, dann entscheidet sie sich dafür, wird aber hart für diese entscheidung bestraft, denn zuerst wird sie von ihrem ebenso karrierefixierten freund verlassen, dann verliert sie ihren job an einen jüngeren und vor allem flexibleren kollegen.
letztendlich hat sie genug von dem all, zieht mit ihrer adoptivtochter aufs land und beginnt dort ein neues und ruhiges leben. doch karrierefrau bleibt karrierefrau; sie kann nicht tatenlos herumsitzen, wenn um sie herum dutzende apfelbäume stehen. so fängt sie an, äpfel einzukochen und schon bald ist sie stolze erzeugerin und  betreiberin von gesundem babyfutter.

ein süßer, süßer film, der mich auf eine noch süßere idee brachte, denn schon den ganzen tag hatte ich überlegt, was ich den freundinnen meiner mutter, die mich am nächsten tag besuchen wollten, backen sollte – und plötzlich wusste ich: es wird ein apfelstrudel – vielleicht nicht original, aber österreichisch.

ich bin gleich in die küche, um zu checken, was alles im haus vorhanden ist und habe losgelegt: rosinen in rum eingeweicht. dann etwas semmelbrösel in olivenöl statt in butter angeschwitzt. vier saure äpfel geschält und klein geschnitten. diese zirka zwei stunden später zusammen mit den rosinen, walnüssen, zimt, bröseln und etwas zucker vermischt und die masse über nacht ruhen lassen. am nächsten tag strudelteig besorgt und daraus riesige apfelstrudel-taschen gemacht. der teig war schon in quadrate vorgeschnitten, also musste ich über die form und die größe der taschen schmunzeln, dann aber dachte ich mir, was soll’s, hauptsache österreichisch. dazu hat meine schwester schlagobers geschlagen.

die freundinnen meiner mutter waren hin- und hergerissen und wollten sichergehen: das ist doch ein apfelstrudel?

photo 3die halbmonde sind’s…

um all das zu verdauen habe ich etwas später noch eine tasse türkischen kaffee zu mir genommen. hat man glück, befindet sich jemand in der nähe, der aus dem kaffeesud lesen kann. also ließ ich mir auch gleich erzählen,was mich in diesem jahr alles erwartet. das behalte ich natürlich für mich.

DSC04353in sudo veritas…

schön war’s. sowohl die plaudereien mit den damen als auch der film, der mich dazu inspiriert hatte, den nachmittag zu versüßen. er war so herrlich naiv und positiv und ich bekam das gefühl, dass es total einfach ist, dinge zu schaffen. außerdem gab es ein wiedersehen mit einem meiner lieblingsschauspieler aus den 80-ern, james spader, der, wie so oft, auch hier einen fiesen yuppie spielt.

mehr kann ich dazu nicht schreiben, denn ich bin so was von erschöpft, weil ich dieses posting auf dem macbook meiner mutter schreibe und ich dieses ding nicht bedienen kann. es hat mich mehr als eine stunde gekostet, bis ich die zwei fotos hier reinbekommen habe und ich habe lange nach dem scharfen s und dem umlaut a suchen müssen. aber wie gesagt, der film hat mir das gefühl gegeben, dass ich alles schaffen kann, also habe ich durchgehalten, obwohl ich fast ausgeflippt bin. vieles, was ich zum film schreiben wollte, habe ich wieder verdrängt, deshalb besser, sich den film selber anzusehen.

jetzt bin ich am ende meiner kräfte und schaue noch kurz in die küche, um einen bissen apfelstrudel zu essen, um wieder zu kräften zu kommen.

es lebe die ausrede. bis morgen in wien.

the world is yours,

b.

sweet as apple pie

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2 Responses to “apfelstrudel”

  1. HomeMovieCorner January 8, 2014 at 15:52 #

    Danke. Jetzt habe ich Gusto. 😦

    PS: Ist dein Blog umgezogen?

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