die kennedys

22 Jul

die achtteilige miniserie die kennedys sollte man sehen, wenn man sich für amerikanische geschichte, politik und im allgemeinen für die kennedys interessiert. es geht hauptsächlich um den aufstieg john f. kennedys zum präsidenten der usa bis zu seiner ermordung im jahr 1963 in texas. kurz wird auch auf seine jugendzeit eingegangen.

kenn1“it’s not who you are, it’s what people think you are”, meint familien-oberhaupt joseph kennedy und weiß genau, was mal aus seinen söhnen werden soll. nämlich spitzenpolitiker ganz oben an der macht. der zuerst dafür auserwählte ist sein ältester sohn joseph jr., der 1944 als pilot der us-navy verunglückt. aber joseph hat noch andere söhne. unter anderem john f. kennedy, der sich jahre später in großen schritten richtung präsidentschaft bewegt, unterstützt von seinem jüngeren bruder robert. 1961 wird er präsident der vereinigten staaten von amerika, robert justizminister. nach der ermordung jfks ist robert auf dem besten wege, ebenfalls präsident zu werden, doch leider wird auch er 1968 43-jährig ermordet und hinterlässt zehn kinder; das elfte wird nach seinem tod geboren.

jfk leidet während seiner amtszeit unter starken schmerzen. elf verschiedene medikamente muss er täglich schlucken. seine frau jackie, vorbild der amerikanischen frauen, nimmt antidepressiva. der verlust zwei ihrer vier kinder, die aufgaben, die sie als first lady zu erfüllen hat und die affären ihres ehemannes machen sie fertig. sie schafft es jedoch nicht, ihn  zu verlassen.
robert wiederum scheint eine glückliche ehe mit seiner frau ethel zu führen. er möchte raus aus der politik und eine kanzlei eröffnen, vater joseph aber entscheidet, dass er in der politik bleiben wird.

cropped-kenn3.jpgangenehm bei dieser serie ist, dass man nicht von politischen ereignissen überfordert wird, trotzdem viel über die wichtigsten ereignisse dieser zeit erfährt. zum beispiel über james meredith. den hatte ich schon längst vergessen. er ist der erste afroamerikanische student, der 1962 an der university of mississippi in oxford inskribierte, was natürlich nicht so hingenommen wurde und zu massiven ausschreitungen mit vielen verletzten und zwei weißen toten führte. im film sagt der gouverneur von mississippi zum studenten wortwörtlich: “da unten gibt es reichlich colleges für ‘nigger’. würdest du dich unter deinesgleichen nicht wohler fühlen?” merediths antwort: ich bin bürger von mississippi und ich bin unter meinesgleichen.” jfk wurde in dieser angelegenheit massiv unter druck gesetzt, den studenten von der universität zu entfernen. er tat es nicht und dies wurde zu einem historischen ereignis in der geschichte der usa.

der cast passt. greg kinnear spielt den gestressten präsidenten jfk glaubwürdig. barry pepper – dessen großer fan ich bin – ist gewöhnungsbedürftig als robert kennedy, was mehr mit seinem typ als mit seinem können zu tun hat. katie holmes spielt eine ruhige jackie, die sich mehr im hintergrund aufhält und von termin zu termin hetzt. kurz sieht man marilyn monroe, leider zu dümmlich und flittchenhaft dargestellt von charlotte sullivan.

die kennedys stammen aus irland, der name bedeutet “hässlicher kopf”. john f. kennedy ist bis heute der einzige katholische us-präsident.
eine familie, die viele harte schicksalsschläge ertragen musste. söhne, die der hohen erwartung des vaters entsprechen und frauen, die über die affären ihrer ehemänner hinwegsehen mussten.

kurzweilig, informativ und spannend.

the world is yours!

b.

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