live aid 1985

10 Jul

am 13. juli 1985 saßen 1,5 milliarden menschen und ich stundenlang vor dem fernseher, um das größte rockkonzert der geschichte,
live aid,  zu sehen. das benefizkonzert fand gleichzeitig im londoner wembley-stadion mit 70 tausend und im john-f.-kennedy-stadion in philadelphia mit 90 tausend besuchern statt.

diese geniale idee hatte bob geldof ,der die welt auf die hungersnot in äthiopien aufmerksam machen wollte. dafür holte er die größten stars der damaligen musikszene auf die bühne. erspielt und gespendet wurden über 100 millionen euro. das konzert wurde von 160 fernsehstationen direkt übertragen.bühne“it’s twelve noon in london, 7 a.m. in philadelphia. and around the world, it’s time for live aid. wembley welcomes their royal highnesses, the prince and princess of wales”. charles und die 24-jährige diana kommen auf die tribüne. dann the royal salut.
“would you welcome status quooooooo“.  yeaaaaah. der erste song: rockin’ all over the world.

so beginnt das auf der dvd von 16 auf zehn stunden gekürzte live-aid-konzert. im grunde genommen ein wahnsinnsspektakel, ein einmaliges zeitdokument, denn wo sonst könnte man so viele musiker dieses kalibers am selben tag auf der bühne sehen. das beste war, dass ich, wie so oft, vorher die informationen am dvd-cover nicht gelesen hatte und nach diversen “hä, ha, wow, wahnsinn, geh, aha”-ausrufen so in das konzert reingekippt bin, dass sich die athmosphäre bei mir zu hause richtig aufgeheizt hat. ohne es geplant zu haben, habe ich mir mein eigenes home-festival geschaffen.
als ich die leih-dvd in die bücherei zurückgetragen habe, wusste ich, das werde ich mir kaufen.

auf der bühne waren mehr als 50 musiker plus ihre bands, die ich natürlich nicht aufzählen werde. über manchen style-ausrutscher musste ich staunen, zum beispiel über bonos suboptimale frisur und haarfarbe und seine unhübschen stöckelschuhe. nicht schlecht, eric clapton. gefönte haare und goldkette, aber sehr cool. zweitweise war es ein seltsames gefühl, all diese leute um 28 jahre jünger als heute zu sehen. nicht zu verachten sind auch einige bühnenarbeiter in hotpants.

ein kleines tränchen habe ich verdrückt, als queen auf die bühne kamen, freddy mercury sich ans klavier setzte und bohemian rhapsody spielte und sang. übrigens gilt dieser 20-minütige live-auftritt von queen als der beste live-auftritt aller zeiten. meiner wahrnehmung nach bekam bob dylan den größten applaus. er spielte unplugged, an den akustikgitarren: ron wood und keith richard.
großes minus: santana wurde rausgeschnitten.

die dvd ist aber nicht durchgehend rock n’roll, zwischendurch sind filmausschnitte von hungernden kindern in afrika zu sehen, was einerseits sehr traurig, andererseits aber sinn der sache ist.

natürlich fehlt auch die studioaufnahme von we are the world nicht, bei der die besten der besten musiker zusammengekommen sind, um unter der leitung von quincy jones ihren beitrag gegen die hungersnot in afrika zu leisten.

man kann bob geldof nicht genug loben und danken für dieses großartige event.

Imagemeine best ofs:

the style council. weil die band zu meinen top drei gehört
und paul weller der coolste brite ever ist.
adam ant. weil er ein original ist.
ozzy osbourne. weil er blond ist.
spandau ballet. weil schnulzige songs damals salonfähig waren.
simple minds. weil sie don’t you aus the breakfast club singen.
ultravox. weil sie einen hauch von vienna ins konzert bringen.
tina turner. weil sie eine rockende sexbombe ist.
david bowie und bryan ferry. weil die welt solche gentlemen braucht.

“this is your woodstock” bringt es joan baez auf den punkt. ja, man kann seinen eigenen woodstock schaffen. live aid im freien auf eine mauer beamen. handys und internet abschalten. und schauen, wer kommt. auf die bühne und durch die tür.

the world is yours!

b.

tv-beitrag über live aid von 1985

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