geboren am 4. juli

4 Jul

der 4. juli ist der us-amerikanische nationaltag, der independence day.
ebenfalls an einem 4. juli wurde ron kovic geboren, dessen lebensgeschichte in geboren am 4. juli erzählt wird.

july1der film beginnt anfang der 60-er jahre. im tv john f. kennedy: “frag nicht, was dein land für dich tun kann, frag, was du für dein land tun kannst”.
der junge patriot kovic, dargestellt von tom cruise, nimmt diese aussage ernst und meldet sich freiwillig bei den marines. er kämpft tapfer in vietnam, bis er unwissentlich vietnamesische frauen und kinder und außerdem, von der sonne geblendet, einen kameraden erschießt. deprimiert und an den rollstuhl gefesselt, kehrt er als gebrochener mann zurück nach hause. es kommt immer wieder zu großen streitereien in seinem ultrakonservationen elternhaus. kovic erkennt schließlich die sinnlosigkeit dieses krieges und entwickelt sich zum friedensaktivisten.

lediglich 15 der 145 filmmuten zeigen den krieg in vietnam. aber wie. junge soldaten, durchlöcherte schädel, raushängende gedärme. ein horror.

ron kovic erlebte am eigenen leib, wie kriegsveteranen behandelt werden, nämlich nicht wie helden. von kriegsgegnern verabscheut und von seinem land enttäuscht, läßt er sich nicht von seinem schicksal fertigmachen, sondern schreibt den bestseller geboren am 4. juli. kriegsveteran oliver stone liest die geschichte und der rest ist auch geschichte. kovic schreibt gemeinsam mit stone das drehbuch und der film wird für acht oscars nominiert, darunter die erste nominierung für tom cruise.

199047_10151819174063029_1413498487_ncruise war stones und kovics erste wahl für diese rolle. das studio sah das anfangs anders, da cruise vorher noch keine so tiefgehende rolle gespielt hatte. er hat es gut hingekriegt, die verwandlung vom naiven collegeboy zum überzeugten kriegsgegner gelingt ihm recht gut. schade eigentlich, dass er sich zu einer nervensäge entwickelt hat und sein talent – zumindest für mich – nicht mehr im vordergrund steht. ich hatte seit jahren keinen film mit ihm gesehen, weil er mich einfach nicht interessiert. ich will aber nicht so streng sein und werde mir einiges von ihm ansehen.

gedreht wurde auf den philippinen, da die beziehung zwischen den usa und vietnam nicht optimal war. bei 14 millionen dollar produktionskosten verdiente das studio über 230 millionen. wenn es stimmt, was ich gelesen habe, kommt das wort “fuck” im film ganze 289 mal vor. ist mir echt nicht aufgefallen.

obwohl geboren am 4. juli  kein klassischer kriegsfilm ist, zeigt er ein tiefschwarzes kapitel der us-geschichte. verlorene jugend, verlorene ideale, verlorene helden.

the world is yours!
b.

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