white nights

17 May

in giechenland steht “weiße nacht” für siesta, in rumänien für eine schlaflose nacht;  in italien und frankreich nennt man durchfeierte nächte “weiße nächte”. im allgemeinen aber steht dieser ausdruck für nächte, in denen die sonne nur kurz untergeht und es fast durchgehend hell bleibt.

und es gibt den film white nights.

das flugzeug, das mikhail baryshnikov nach japan zu einem auftritt fliegt, muss in sibirien notlanden. nicht optimal für den tänzer, denn einige jahre zuvor war er aus der sowjetunion geflohen. die KGB stellt ihn vor die wahl: entweder ist er “offiziell” in seine heimat zurückgekehrt oder aber er verbringt sein restliches leben in einem arbeitslager in sibirien. der in russland lebende amerikaner und tänzer gregory hines und seine frau isabella rosselini sollen ihn einerseits bespitzeln, andererseits ihn dazu überreden, freiwillig in russland zu bleiben. doch die drei treffen die entscheidung, gemeinsam in den westen zu fliehen….

baryshnikov spielt sozusagen sich selbst. während einer tournee 1974 hatte er sich in kanada abgesetzt und beantragte politisches asyl in den usa. danach legte er eine erstaunliche karriere hin: als tänzer, schauspieler, künstlerischer leiter des american ballet theatre und so weiter.

nicht schlecht, für seine nebenrolle im film am wendepunkt von 1977 erhielt er eine oscar und eine golden-globe-nominierung. der film bekam insgesamt elf oscarnominierungen, ohne einen einzigen zu gewinnen und ist neben die farbe lila der film mit den meisten nominierungen ohne gewinn.

baryshnikov hat unter anderem eine 32-jährige tochter mit jessica lange. sehr cooles paar, aber leider schon lange vorbei.

regisseur taylor hackford lernte seine spätere ehefrau helen mirren, die hier die ehemalige geliebte des tänzers spielt, bei den dreharbeiten dieses films kennen. sie ist sehr sexy!

mit stolzen 130 minuten ist der film teilweise langatmig, trotzdem aber sehenswert, wenn man tanzfilme mag, wobei die tanzszenen alles andere als klassische tanszenen sind. die choreographien sind 1A, baryshnikovs unglaublich intensiver tanz hat mich total mitgerissen. er schafft tatsächlich elf pirouetten am stück. der leider schon verstorbene gregory hines als steptänzer ist nicht weniger erwähnenswert. 

UdSSR-flair, ein sehr gutaussehender baryshnikov, musik aus den 80ern und viel spannung, was will man mehr. große belohnung am ende: der oscarprämierte kitsch-titelsong say you say me von lionel ritchie

the world is yours

b.

must see

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