no life

22 Mar

oft, wenn ich mir vornehme, einen kurzfilm zu schauen, zögere ich das so lange hinaus, bis ich ihn letztendlich verpasse oder vergesse. dennoch habe ich jetzt- wenn auch zufällig- einen gesehen, der sich durchaus gelohnt hat.

cropped-292623_402809496423799_950880712_n.jpgin no life von francis grosjean geht es um einen etwa 20jährigen, der seine zeit abgekapselt von der außenwelt vor dem pc verbringt. er sitzt vor zwei bildschirmen; links pokern, rechts ein onlinespiel. während er zwischen den zwei bildschirmen hin- und herswitcht, gehen sich sogar noch eine online sushi-bestellung undplaudereien mit anderen usern aus. mitten in diesem chaos steht plötzlich seine mutter mit einer geburtstagstorte vor der tür.

was für mich einfach unvorstellbar ist, ist für manche menschen realität: ein cyberleben zwischen elektrogeräten und kabeln, eine ständige geräuschkulisse, viel fastfood, wenig schlaf. wenn man nicht mehr weiß, wann mittag, wann abend ist. ein alltag ganz anders als man ihn kennt. die sieben minuten, die der film dauert, reichen aus, um in die hektische, laute, chaotische und beklemmende welt des jungen einzutauchen, obwohl man nichts näheres über ihn und sein früheres leben erfährt. das ende ist so was von schräg im sinne von dass der drehbuchautor sich da was wirklich originelles hat einfallen lassen.

the world is yours!

b.

ähnliches thema, empfehlenswerter film

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